• Rezensionen

    “Wicker King” von Kayla Ancrum

    Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

  • Rezensionen

    “Die Nacht ist dunkel ohne Sterne” von Kelley York

    Nach ihrem High-School-Abschluss beschließen die Geschwister Hunter und Ashlin den Winter bei ihrem Vater zu verbringen, in der kleinen Stadt in Maine, in der sie seit Jahren nicht waren. Die beiden wünschen sich, dass alles so wird wie früher, als sie jeden Sommer hier verbracht haben. Und am Anfang ist es das auch. Doch Chance, der beste Freund der beiden seit sie Kinder waren, der immer dafür gesorgt hat, dass ihre Sommer großartig waren, hat dunkle Geheimnisse. Geheimnisse, die bald noch dunklere Wahrheiten nach sich ziehen…

  • Teegedanken

    Gay for you? : Wenn queere Repräsentation scheitert

    Foto: Mihai Varga / Unsplash

    In den letzten drei, vier Jahren hat es einen großen Ruck in der Buchwelt gegeben: Sie ist offener geworden, inklusiver, bunter. Wo man noch vor fünf Jahren Romane mit queeren ProtagonistInnen wirklich mühsam suchen musste, passiert es mir heute immer häufiger, dass ich aus Versehen Bücher erwische, in denen queere Figuren eine große Rolle spielen. Und das ist ein unglaublich gutes Gefühl, zu sehen, dass diese Figuren einfach da sind, da sein dürfen, dass ich nicht mehr ganz so verzweifelt suchen muss. Leider bedeutet das natürlich nicht, dass wir am Ziel wären, denn im Vergleich zu Romanen mit cis hetero Figuren gibt es immer noch viel zu wenig Material, besonders im Bereich der Erwachsenenliteratur.

    Und dazu kommt, dass Repräsentation eben auch scheitern kann. Ich denke, das ist auch völlig normal: Dieser Umbruch ist holprig und vollzieht sich nicht komplett glatt. Er ist schließlich auch das Ergebnis großartiger Bewegungen, die laut eine längst fällige Veränderung eingefordert haben, und wir stecken noch mitten drin. Aber das bedeutet nicht, dass wir einfach abwarten und Tee trinken sollten, wenn wir Muster bemerken, die schädlich sind. Und eines dieser schädlichen Muster ist der Umgang mit Sexualitäten, die Attraktion zu mehr als einem Geschlecht einschließen, also (unter anderem) Bisexualität, Pansexualität und Polysexualität. Darüber möchte ich heute sprechen. Über Trends, die ich besorgniserregend finde, über alte Klischees und Tropes und vor allem darüber, was wir ändern können, um es in Zukunft besser zu machen.

  • Rezensionen

    “Nebelsilber” von Tanja Heitmann

    Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben. Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken. Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.

  • Rezensionen

    “Niemand wird sie finden” von Caleb Roehrig

    Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen… Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

  • Treibgut

    Herbstliebe: Ein Herbst & fünf Fragen

    Foto: Alisa Anton / Unsplash

    Ja, in einigen Gegenden mag gefühlt noch der Hochsommer herrschen, aber bei mir ist traditionell ab dem ersten September Herbst und von mir aus darf es jetzt mit den Herbststürmen, dem bedeckten Himmel und dem Pulloverwetter anfangen. Und deshalb ist hier jetzt auch der alljährliche Post, der meine Lieblingsjahreszeit auch auf dem Blog einläutet. Letztes Jahr stand der Herbst ganz im Zeichen von Horror, Mystery und Grusel. Ich habe mir überlegt, warum wir uns überhaupt so gern gruseln und im Tag Halloween 2017 ein paar thematisch passende Romane gesammelt, von richtigem Horror zu gemütlichen Herbstkrimis – leider bei Weitem nicht so viele, wie ich mir gewünscht hätte, da im späten Oktober die Prüfungsphase an meiner norwegischen Uni begann und ich kaum noch zum Lesen kam.

    Trotzdem hatte ich (meistens) Spaß mit dem Leseherbst 2017 und ich hoffe, ihn dieses Jahr noch toppen zu können. Ich möchte natürlich gern wieder einige Romane mit Herbststimmung lesen – Grusel, Mystery, Krimi und alles, das Herbstfeeling mitbringt. Das Blog habe ich dafür schonmal in herbstliche Farben getaucht und der Startschuss für’s Herbstlesen ist somit gefallen. Und ich möchte es am liebsten nicht allein begehen, weshalb ich mir fünf kleine Fragen überlegt habe, rund ums Lesen im Herbst, die sich natürlich jeder, der Lust hat, hier mitnehmen und beantworten darf. Ich stelle mir das ganze als eine Art Mini-Tag vor und ich würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere vielleicht mitmachen möchte. Und natürlich dürft ihr auch das Banner verwenden, wenn ihr möchtet. 

  • Rezensionen

    “All of This Is True: Ruhm kann tödlich sein” von Lygia Day Peñaflor

    Als die Freunde Miri, Soleil, Jonah und Penny sich mit der exzentrischen Bestsellerautorin Fatima Ro anfreunden, glauben sie, dass ihr Leben endlich den ersehnten Kick bekommt. Sie teilen sich gegenseitig ihre tiefsten Geheimnisse mit und gründen sogar einen Fan-Club für die Autorin. Diese wiederum lässt die Clique hautnah an ihrem Leben teilhaben – bis sie plötzlich in ihrem neuen Buch ein skandalträchtiges Geheimnis verrät, das eine tödliche Tragödie auslöst. Die Schülerinnen müssen sich entsetzt eingestehen, dass in dieser Freundschaft niemand ehrlich gespielt hat.

  • Rezensionen

    “Die Spionin des Königs” von Heike Eva Schmidt

    Europa im 18. Jahrhundert: Die junge Florentine von Rosenberg ist nicht gewillt, das Leben einer Frau zu führen, wenn ihr als Mann so viele Türen offen stehen. Vom Vater als Junge erzogen, virtuos in der Kunst des Fechtkampfes und der Verkleidung, steigt sie als »Florentin« schnell zum Vertrauten des Preußenkönigs Friedrich II. auf und wird dessen Spion am intrigenreichen russischen Zarenhof. Doch als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihr Herz aufs Spiel, sondern bald auch ihr Leben, denn ihr Geheimnis droht ans Licht zu kommen, als sie Katharina die Große erzürnt und zwischen die Fronten gerät.

  • Rezensionen

    “Gegen die Gezeiten” von Mia Salberg

    Ella wird nach Burron geschickt, die winzige Heimatinsel ihrer Mutter vor der Küste Schottlands. Dort soll sie ihr Asthma auskurieren und den Tod der Mutter überwinden. Aber die Burroner sind abweisend und verschwiegen. Ella fühlt sich auf der Insel nicht willkommen. Gut, dass es wenigstens den jungen Schiffer Luke Burns gibt, zu dem sie bald Vertrauen fasst. Doch dann stößt Ella auf ein uraltes Geheimnis und gerät in große Gefahr. Auf einmal will auch Luke nichts mehr von ihr wissen. Ein Sturm zieht auf und wirbelt Ellas Leben durcheinander. Sie muss ins Herz der Insel vorstoßen, um das Mysterium der See und der Silberaugen zu enträtseln.

  • Rezensionen

    20 Jahre später: “Die Mitte der Welt” von Andreas Steinhöfel

    Was immer ein normales Leben auch sein mag – der 17-jährige Phil hat es nie kennengelernt. Denn so ungewöhnlich wie das alte Haus ist, in dem er lebt, so ungewöhnlich sind auch die Menschen, die dort ein- und ausgehen – seine chaotische Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne und all die anderen. Und dann ist da noch Nicholas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt hat … Phil sehnt sich nach Orientierung und Perspektiven. Aber vor allem danach, mehr über sich selbst zu erfahren.

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