5 Bücher, die ich abgebrochen habe… und warum

Manchmal rezensiere ich ja Bücher, die ich abgebrochen habe, wenn ich das Gefühl habe, genug zu ihnen sagen zu können. Manchmal breche ich aber auch still und heimlich Bücher ab und sage nichts, weil es für eine Rezension einfach nicht reicht oder die Gründe einfach nicht ergiebig genug sind, um sie lang und breit zu erklären. Mein Regal für abgebrochene Bücher auf Goodreads wächst aber leider stetig an und es sind ein paar Bücher dabei, über die ich doch gern nochmal sprechen möchte. Deshalb mache ich das heute. Hier sind fünf Bücher, die ich abgebrochen habe und warum.

Vorweg: Ich finde es vollkommen legitim, Bücher abzubrechen und trotzdem eine Meinung zu ihnen zu haben. Es gibt viele Leute, die finden, dass man ein Buch komplett gelesen haben muss, um es richtig einschätzen zu können, aber diese Einstellung teile ich gar nicht. Es gibt Bücher, da passieren auf den ersten hundert Seiten Sachen, die ich nicht gut finde und die die verbleibenden Seiten auch nicht mehr relativieren können. Ich muss mich nicht durch ein ganzes Buch quälen, um zu wissen, dass es diese Bücher sicherlich nicht auf mein Lieblingsbücherregal schaffen werden. Und heute möchte ich erklären, was es für Gründe dafür geben kann. Oft ist es ein klarer Fall von “It’s not you, it’s me” – aber nicht unbedingt immer.


1. “Das Haus der dunklen Träume” von Stefanie Kasper

Das Haus der dunklen Träume | Goldmann, 2013 | 9783442474028 | 416 Seiten | deutsch

Worum geht’s? Nach sieben Jahren in der Großstadt zieht die junge Annika Burgdorfer wieder in ihr altes Heimatdorf in Oberbayern, wo sie einen alten Pfarrhof kauft und eigenhändig restauriert. Als sie eines Nachts seltsame Geräusche hört, glaubt sie zunächst, die alten Dielen des Hauses würden ächzen. Doch die Geräusche werden zunehmend bedrohlicher. Außerdem verfolgen Annika immer häufiger seltsame Träume, in denen ihr eine Magd namens Maria erscheint, die Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Hof lebte. Zusammen mit dem Weltenbummler Victor Rautenstein kommt Annika einem grausamen Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur …

Abgebrochen weil: “Das Haus der dunklen Träume” war eine der größten Enttäuschungen dieses Jahr. Ich wollte schon lange mal was von Stefanie Kasper lesen und hatte mich auf atmosphärischen Grusel gefreut, der mal in Deutschland spielt. Das gibt es einfach nicht so oft, weshalb ich froh war, diese Autorin entdeckt zu haben. Leider hielt meine Freude nicht lang an, denn mir hat an “Das Haus der dunklen Träume” eigentlich nichts wirklich gefallen. Die Figuren sind extrem flach. Die Protagonistin Annika gibt ohne wirkliche Motivation ihren Job, ihre Beziehung und ihr Leben in München auf, um einen alten Pfarrhof in der Nähe ihres Heimatdorfes zu kaufen und zu renovieren. Warum? Weiß sie selbst nicht so genau. Als sie dann im Pfarrhof immer wieder merkwürdige Träume von der Magd Maria hat, denkt sie kaum darüber nach und nimmt einfach hin, dass sie ständig einfach so, selbst mitten am Tag, einschläft und von derselben Frau träumt. Spannung kommt so keine auf, denn Annika zeigt null Emotionen.

Der Übeltäter ist jedoch der Schreibstil. Und ja, das ist extrem subjektiv, natürlich. Ich wollte das Buch zu Ende lesen, ich wollte wirklich, aber ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen. “Das Haus der dunklen Träume” spielt in der Gegenwart, ist aber im schönsten, altbackensten Histo-Stil geschrieben. Die modernen Figuren reden extrem gestelzt. “Sommersprossen im herzförmigen Gesicht, die Gestalt winzig, das Haar leuchtend rot. Wie bei ihr”, sagt ihr Makler Annika ohne Witz, weil Annika ihn an ihre Oma erinnert. Niemand spricht so. Und es ist so anstrengend, das zu lesen, besonders in einem Mysteryroman. In den Rückblicken zu Maria ist außerdem deren bayrischer Dialekt ausgeschrieben, was mich auch schnell genervt hat. Das macht “Das Haus der dunklen Träume” leider zumindest für mich unlesbar. Mysteryatmosphäre kommt trotz des alten Hauses keine auf, der Roman ist staubtrocken und wirkt altmodisch, veraltet sogar, obwohl er von 2013 ist. Ich wollte ihn wirklich zu Ende lesen, weil das Thema mich anspricht, habe es aber nicht über die 25%-Marke geschafft.


2. “The Chemical Garden: Wither” von Lauren DeStefano

Wither | The Chemical Garden #1 | Simon Schuster, 2011 |  9781442409057 | 358 Seiten | Englisch | Deutsche Ausgabe: Land ohne Lilien: Geraubt, cbt, 2014

Worum geht’s? Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist…

Abgebrochen weil: “Wither” war so ein Buch, bei dem ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich habe relativ lang durchgehalten, aber eher, weil ich fasziniert davon war, wie viele Logikbrüche in ein einziges Buch passen. Das hier ist ein Amerika, in dem durch ein Virus alle Menschen jung sterben. Deshalb werden Mädchen gestohlen und gegen ihren Willen in Vielehen mit reichen Männern gezwungen, um viele Kinder zu kriegen. Aber: Wenn ein “Hauswalter” sich ein Mädchen ausgesucht hat, werden die anderen, die ihm vorgestellt wurden, einfach erschossen, anstatt dem nächsten Hauswalter vorgestellt zu werden. Macht Sinn! Angeblich sind außerdem die Polkappen geschmolzen und Asien und Europa existieren nicht mehr, aber dieses Buch spielt in Florida und es gibt noch Orangenhaine dort. Macht Sinn! Was das für ein Virus ist und wie er funktioniert, wird übrigens überhaupt nicht erklärt. Okay, macht Sinn!

Der Plot ist einfach voller Logikbrüche und liest sich, als hätte die Autorin den Dystopie-Trend mitmachen wollen, ohne sich groß damit auseinanderzusetzen, wie SciFi (und kaputte Gesellschaften) funktionieren. Dazu kommt, dass ihre Darstellung der Vielehen einfach extrem problematisch ist. In Lindens Haushalt gibt es zum Beispiel ein 13-jähriges Mädchen (!), das vom 21-jährigen (!) Linden geschwängert wird, und Lauren DeStefano versucht wirklich, mir Linden ebenfalls als Opfer dieses Regimes zu verkaufen. Der arme, reiche Junge, der mit den Mädchen Sex haben muss… Dass hier eine 13-jährige verheiratet und geschwängert wird, dass ein so junges Mädchen einem 21-jährigen keinen geltenden Konsens geben kann, wird einfach überhaupt nicht behandelt, stattdessen wird immer wieder betont, dass das Mädchen schwanger werden wollte und den Sex toll findet? Okay? Eklig much? Als Rhine dann auch noch anfing, ihr goldenes Gefängnis zu genießen, anstatt ihren Plan, abzuhauen in die Tat umzusetzen, hat das Buch mich komplett verloren. Hier trifft Unlogisches auf zutiefst Problematisches und das wollte ich dann nicht zu Ende lesen.


3. “Of Poseidon” von Anna Banks

Of Poseidon | The Syrena Legacy #1 | Feiwel & Friends, 2012 | 9781250003324 | 324 Seiten | Englisch | Deutsche Ausgabe: Der Kuss des Meeres, cbt, 2013

Worum geht’s? Als Emma den süßen Galen zum ersten Mal sieht, fallen ihr sofort seine violetten Augen auf – denn ihre haben dieselbe Farbe. Und tatsächlich bergen sie ein Geheimnis: Galen ist nämlich ein Syrena, Prinz der Meere, und er spürt eine heftige Anziehung zu diesem Menschenmädchen, das mit den Fischen reden kann! Das kann nur eines bedeuten: Auch in ihren Adern fließt das Blut der Syrena. Doch falls sein Verdacht sich bestätigt, ist Emma eine Erbin Poseidons – und damit für einen anderen bestimmt …

Abgebrochen weil: Und weiter geht’s mit den problematischen Jugendbüchern. Ich lese ja eigentlich sehr gern Romane, die im, am oder auf dem Meer spielen, weshalb ich es mit “Of Poseidon” versuchen wollte. Leider hat mich alles an diesem Buch direkt abgetörnt. Gleich zu Beginn stirbt die einzige nicht-weiße Figur dieses Romans aufs Brutalste beschrieben bei einem Haiangriff. Ihr Tod wird als Plot Device genutzt, damit Emma den Meermann Galen kennen- und liebenlernen kann. Galen stellt sich relativ bald als der typische Jugendbuchheld heraus: Herrisch, bestimmt über Emmas Kopf hinweg, benimmt sich einfach richtig daneben und Emma findet das sexy. Alles klar. Galen geht so weit klar auszusprechen, dass er eine Frau will, die keine Widerworte gibt und alles für ihn tut und das soll der romantische “Held” dieses Romans sein? Wie wäre es mit Nein.

Dazu kommt, dass das Weltbild der Syrena einfach ekelhaft ist. Die Syrena paaren sich nicht aus Liebe, sondern ein männlicher Syrena darf sich aussuchen, welche weibliche Syrena er will und sie hat dann keine Wahl. Galens Schwester Rayna will das nicht und wehrt sich dagegen und… Galen findet das lustig. Er findet es lustig, dass sein bester Freund einen Scheiß darauf gibt, dass Rayna ihn abgewiesen hat. Er findet lustig, dass er Rayna nachstellt, sie belästigt und hinter ihrem Rücken mit ihrem Vater abgemacht hat, dass sie sich paaren werden, obwohl beide wissen, dass Rayna das nicht will. Raynas Machtlosigkeit, ihre Wut darüber, wird immer wieder als ach-so-lustige Hysterie abgestempelt, nach dem Motto: “Sie soll sich mal nicht so anstellen.” Wie abartig ist das bitte? Selbstbestimmung für Frauen ist in “Of Poseidon” ein Fremdwort und da hat das Buch mich dann halt verloren. Ich möchte keinen sexistischen Müll lesen, danke.


4. “Half Bad” von Sally Green

Half Bad | The Half-Life Trilogy #1 | Penguin, 2014 | 9780141350868 | 380 Seiten | Englisch | Deutsche Ausgabe: Half-Bad – Das Dunkle in mir, cbj, 2014

Worum geht’s? Nathan wird gejagt. Seit seiner frühesten Kindheit wird er von der Regierung beobachtet, verfolgt, eingesperrt. Denn Nathan lebt in einer Welt, in der – mitten im modernen Alltagsleben – Hexen existieren. Weiße Hexen, die sich selbst für gut erachten und die Regierungsmacht in ihren Händen halten. Schwarze Hexen, die gefährlich und skrupellos sind und im Untergrund arbeiten. Und Nathan, der beides ist – denn seine Mutter war eine Weiße und sein Vater Marcus ist der gefürchtetste Schwarze aller Zeiten. Nathan ist ihm nie begegnet, aber von so einem Vater kann er nur Dunkles und Böses geerbt haben. Oder?

Abgebrochen weil: Ich wollte dieses Buch lesen, weil der Protagonist Nathan bisexuell ist, und, weil ich Geschichten über Hexen liebe. Leider war “Half Bad”, trotz des Hypes, für mich ein absoluter Flop. Es gab hier einfach nichts, das mich bei der Stange halten konnte. Der Plot ist so gut wie non-existent, es passiert einfach wirklich wenig, und viel Magie gibt es hier auch nicht. Dafür gibt es eine ganze Menge Gewalt, was einfach nicht mein Ding ist. Dazu kommt, dass ich das Worldbuilding sehr zweifelhaft finde. Die guten Hexen heißen die Weißen, die bösen Hexen heißen die Schwarzen… muss das sein? Besonders, weil die bösen Hexen auch noch als PoC gecoded sind, Nathan hat einen dunkleren Teint und dunkle Haare. Ja, es wird später natürlich relativiert, ob die Schwarzen wirklich so böse sind und so weiter und so fort, aber dieses Worldbuilding ist trotzdem extrem ignorant und die Implikationen sind da und sie tun weh.

Plump gesagt, “Half Bad” hat mich gelangweilt. Ich habe epische Magie erwartet, ich habe erwartet, dass Nathan nach seinem Vater sucht, dass irgendwas Cooles passiert. Stattdessen gucken wir Nathan beim Aufwachsen zu und vor allem dabei, wie er von allen möglichen Leuten diskriminiert und geschlagen wird. Green setzt Gewalt – körperliche und psychische – inflationär ein und ich fand das einfach sehr unangenehm zu lesen. We get it, niemand mag Nathan, get on with it. Abgebrochen habe ich den Roman dann aber, weil ich mich aus Versehen selbst für den weiteren Verlauf der Trilogie gespoilert habe. Und zum ersten Mal war ich froh, dass mir das passiert ist, denn als ich wusste, wie die Reihe endet, habe ich sofort jede Lust darauf verloren, dieses Buch oder die anderen zwei Bände zu lesen. Der Grund ist im Spoiler versteckt, bitte nur lesen, falls ihr die Reihe schon kennt oder eh nicht lesen wollt:

Achtung, Spoiler!
Am Ende der Trilogie stirbt Nathans Love Interest, ein schwuler Junge, woraufhin Nathan auch so eine Art Tod stirbt – er verwandelt sich in einen Baum. Die queeren Figuren finden also ein tragisches Ende, während die meisten hetero Figuren leben und glücklich werden dürfen. Das ist nicht nur unschön, weil es das “Bury Your Gays”-Trope ist, sondern auch, weil ich die Reihe nicht mehr lesen will, wenn ich weiß, dass Nathan, der sowieso schon so viel Leid erfahren hat, am Ende kein Happy End bekommt. Was ist der Sinn dahinter? Wieso muss dieser arme Junge immer noch weiter leiden, während die privilegierten Personen um ihn herum alles kriegen, was sie sich wünschen? Thanks, I hate it. (Mehr Infos und eine sehr gute Erklärung, warum das so nicht geht, gibt es in Kikis Rezension auf Goodreads.)

5. “A Darkness Strange and Lovely” von Susan Dennard

A Darkness Strange and Lovely | Strange & Deadly #2 | HarperTeen, 2014 | 9780062083296 | 408 Seiten | Englisch

Worum geht’s? 1876. Nach den Ereignissen in Philadelphia folgt Eleanor den Spirit Hunters, Joseph, Jie und Daniel, nach Paris. Doch wie es aussieht, ist der Nekromant, der bereits in Philadelphia hinter ihr her war, ihr dicht auf den Fersen. Auf dem Schiff trifft sie auf Oliver, der behauptet, ihren Bruder zu kennen. Doch Oliver hat ein dunkles Geheimnis. Und in Paris lauern weitere, tödliche Gefahren…

Abgebrochen weil: Auch der erste Band, “Something Strange and Deadly”, hatte bereits seine Schwächen, doch ich habe ihn geliebt. Wunderbar trashiger, blutiger Zombiehorror, eingebettet in ein buntes historisches Setting. Ich habe mir Band Zwei gleich nach Erscheinen gekauft und mich richtig darauf gefreut… doch “A Darkness Strange and Lovely” konnte einfach nicht halten, was der erste Band versprochen hatte. Die Spirit Hunters, die ich im ersten Band am besten fand, kommen in diesem zweiten Teil kaum vor. Stattdessen heißt es Oliver, Oliver, Oliver. Eleanor ist wie besessen von ihm und Susan Dennard will, dass ich es auch bin, aber ich fand Oliver völlig überzeichnet und übertrieben auf charmant und interessant getrimmt. Am Ende war er nichts von beidem und auch Eleanor ist wie ausgewechselt. In Band Eins war sie clever und schlagfertig, in diesem Buch hat sie mich gelangweilt und fällt ständig auf alle möglichen Fallen rein. Die Eleanor Fitt aus Band Eins würde dieses Mädchen auslachen, wirklich.

Der Plot kommt auch viel zu langsam in Fahrt. Ich habe das Buch nach ca. 150 Seiten abgebrochen und da war Eleanor gerade mal in Paris angekommen und alles, was passiert war, war, dass sie Oliver getroffen und einen Höllenhund gesehen hat. Nach über einem Drittel des Buches wusste ich immer noch nicht, was hier eigentlich die Handlung sein soll. Nach den packenden Zombieangriffen aus dem ersten Band, war das extrem enttäuschend. Dann wird noch das große Opfer, das Eleanor am Ende von Band Eins gemacht hat, durch Magie nichtig, als hätte sie nie etwas opfern müssen. Konsequenzen sind in der Welt von “A Darkness Strange and Lovely” keine Gefahr mehr. Generell wirkt dieses Buch einfach wie eine Fortsetzung nur um der Fortsetzung Willen. Es gibt kaum Handlung, die Figuren, die Band Eins so lebendig gemacht haben, tauchen kaum auf und ich weiß nach 1/3 immer noch nicht, was der Konflikt überhaupt ist. Ich glaube, “Something Strange and Deadly” hätte als Einzelband besser funktioniert. Auf jeden Fall wäre mir die Geschichte dann positiv in Erinnerung geblieben und nicht durch einen halbgaren zweiten Band verdorben.


So, das wären die fünf Bücher, die ich abgebrochen habe, weil sie mich einfach enttäuscht haben. Ich hoffe, ich konnte gut erklären, warum ich die Bücher abgebrochen habe. Aber wie ist das bei euch? Brecht ihr Bücher ab, oder lest ihr alles zu Ende? Welche Bücher habt ihr zuletzt abgebrochen und warum? Habt ihr ein Buch von dieser Liste gelesen und hat es euch gefallen, oder könnt ihr meine Punkte nachvollziehen? Ich bin gespannt! Um die Balance zu diesem eher negativen Post zu halten, werde ich nächste Woche fünf absolute Lieblingsbücher vorstellen, die auf dem Blog noch fehlen.

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3 comments

  1. Hallöchen,
    ich finde das Abbrechen auch vollkommen in Ordnung. Habe ich jetzt gerade selbst erst wieder mit mehreren Büchern gemach. Allerdings eher, weil ich absolut nicht reingefunden habe.
    Wie schade! “Wither” klingt total interessant, also das Konzept zumindest. Da hätte man so viel draus machen können. Jetzt bin ich allerdings fast schon neugierig auf all die Logikbrüche.
    “Of Poseidon” klingt richtig übel. Ich frage mich immer, wie sowas geschrieben werden kann – vor allem als Frau. Wenn das ganze einen gesellschaftskritischen Hintergrund hat, finde ich das ja großartig, aber wenn es so hingenommen und als Hysterie abgestempelt wird … das ist schon irgendwie krass.
    Irgendwie lese ich negative Rezensionen häufig viel lieber als positive. Also Danke für diesen Beitrag!
    Liebste Grüße, Kate

    1. Hi Kate!

      “Wither” und “Of Poseidon” sind ja beide schon gute fünf Jahre alt und ich finde es immer wieder krass, wie sehr sich das Bewusstsein für sowas seit 2011/12 verändert hat. Deshalb bin ich mit Büchern aus dieser Zeit auch sehr vorsichtig geworden, weil mich die sexistischen Botschaften immer wieder schockieren. Da sieht man ja aber auch, dass sich die YA-Welt weiterentwickelt hat. Ich glaube, solche Bücher sind heute echt selten, obwohl damals fast jedes YA-Buch so war.

      Ein paar meiner Lieblingslogikbrüche in “Wither”: Sie leben in einer Gesellschaft, die Hologramme und so benutzt, haben aber noch normale Bücher und ordnen auch ihre Bibliothek mit einem Zettelkatalog. Da ist heute jede Uni-Bib schon digitalisierter. Rhine betont immer wieder, dass sie nichts über Europa, Asien und Afrika weiß, weil die ja zerstört wurden, bevor sie geboren wurde, erkennt dann aber den Eiffelturm. Rhine behauptet auch zu wissen, Magellan sei der erste gewesen, der die Welt umsegelt hat. Erstens ist das falsch und warum weiß sie das? Ich werde schon wieder salty, wenn ich das nur schreibe. 😂

      Und ja, ich lese negative Rezensionen irgendwie auch gern. 😬 Sie schreiben sich auch leichter. Ich sitze grad schon an dem Post mit den Lieblingsbüchern für nächste Woche und frage mich, was ich da schreiben soll, außer “Es ist toll!”.

      lG,

      Kat

      1. Hallöchen,
        wow deine Beispiele zu Logikbrüchen sind ja der Hammer. Das ist dann doch wirklich auffällig.

        Ich tue mir auch sehr, sehr schwer damit, gute Rezensionen zu schreiben. Wenn mich ein Buch so richtig begeistert hat, weiß ich nicht, was ich schreiben soll. Komisch eigentlich.

        Liebste Grüße, Kate

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