Rückblick 2018: 12 Monate, 47 Bücher & viele Gedanken

Und da sind wir schon wieder: Es ist Ende Dezember, das Jahr ist fast rum und es wird Zeit für meinen ersten Jahresrückblick – Denn 2018 ist das erste Jahr, in dem ich durchgängig gebloggt habe. Es gab viele Veränderungen dieses Jahr: Ich habe mein Blog im Mai komplett neu aufgezogen, aus dem Teesalon wurde Stürmische Seiten, und ich habe den Spaß am Bloggen wiedergefunden, der mir 2017 oft noch gefehlt hat. Ich war im September auf dem Litcamp in Hamburg, ich habe viele tolle Buchblogs entdeckt und mich vor allem mehr vernetzt, ich fühle mich irgendwie angekommen auf Stürmische Seiten, obwohl es mir nicht leicht gefallen ist, eine Richtung für das Blog zu finden, die mir gefällt. Und jetzt ist ein Jahr vorbei und ich weiß gar nicht wirklich, wo es hin ist.


MEIN BLOGJAHR 2018

Dabei hat sich so viel getan, nicht nur auf dem Blog, sondern auch im RL und auch, was mein Leseverhalten angeht, denn ich habe 2018 meine Liebe zu Genres entdeckt, die ich zuvor nie gelesen habe, und bemerkt, dass ich Genres, die ich immer mochte, nicht mehr so gern lese. Deshalb war 2018 viel weniger Fantasy für mich dabei und dafür mehr Gothic und Horror, wieder mehr historische Romane und vor allem mehr “schwierige” Bücher, die sich aktuellen gesellschaftlichen Themen annehmen. Ich habe das Gefühl, dass ich besonders da viel mitnehmen konnte, doch natürlich war auch ein bisschen reine Unterhaltung dabei. Die Mischung macht’s! Dazu kommt, dass 2018 ganz im Zeichen von inklusiveren Romanen stand. Besonders der englischsprachige Buchmarkt hat gut vorgelegt, aber auch auf dem deutschsprachigen regt sich endlich etwas und ich könnte mich nicht mehr darüber freuen.

2018 war sowieso ein gutes Jahr für Stürmische Seiten. Ich habe mich im September sehr gefreut, dass mein kleines Herbstliebe-Tag Anklang gefunden hat und über die Blogs gewandert ist, auch, wenn ich leider nach ein paar Wochen nicht mehr alle Teilnehmer finden konnte, weil der Link zurück zu mir irgendwo verloren gegangen ist. Ich werde das Tag 2019 aber auf jeden Fall wieder losschicken. Generell ist Stürmische Seiten 2018 einfach viel gewachsen – neue Leser.innen haben hergefunden und ich habe meinerseits zu vielen, tollen Buchblogs gefunden. Ich habe einfach das Gefühl, 2018 meine Nische gefunden zu haben und ich bin gespannt, was 2019 bringen wird. Ich hatte dieses Jahr viel Spaß am Lesen, Bloggen, Schreiben und Vernetzen und ich hoffe, dass ihr hier ebenfalls ein bisschen Spaß hattet.

Insgesamt habe ich 2018 ganze 46 Romane gelesen – und eine Kurzgeschichte. Mir fehlen drei Titel, um meine Lesechallenge auf Goodreads zu schaffen, aber das ist okay, denn im Vergleich zu den 39 Romanen im letzten Jahr und den nur 15 (!) Büchern 2016, war 2018 einfach ein sehr gutes Lesejahr für mich, in dem ich auch sehr viel weniger Flops dabei hatte, als in den Jahren zuvor, dafür aber mehr Volltreffer. Wer wissen möchte, was ich dieses Jahr alles gelesen habe, findet eine komplette Liste auf meiner Seite für die Goodreads-Challenge 2018. Aber welche Bücher habe ich 2018 jetzt am liebsten gelesen? Welche fand ich leider furchtbar? Was waren meine liebsten Neuerscheinungen dieses Jahr und worauf freue ich mich nächstes Jahr am meisten?


MEINE ENTTÄUSCHUNGEN 2018

Ich bin froh, dass ich dieses Jahr nicht so viele Flops und Enttäuschungen dabei hatte, doch drei sind es leider doch geworden. Darunter war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut hatte: “Children of Blood and Bone“, das Debut von Tomi Adeyemi, das erst 2018 veröffentlicht wurde. Der Jugend-High-Fantasy-Roman ist an sich ein wichtiges Buch: Tomi Adeyemi schreibt eine Geschichte in einer nigerianisch inspirierten Welt, in der es nur schwarze Figuren gibt, und zieht Parallelen zur Polizeiwillkür in den USA. Leider war ich von der Umsetzung mehr als enttäuscht, denn ich fand die Geschichte handwerklich einfach nicht gut gemacht. Sie war sehr vorhersehbar und irgendwie 0815-Fantasy, komplett mit Prophezeiung, klassischer Heldenreise und platten Figuren, sodass die ernsten und wichtigen Aspekte das Buch für mich leider nicht mehr retten konnten.

Die anderen beiden Enttäuschungen wogen für mich jedoch leider noch schwerer: Holly Bournes Was ist schon normal? (2018), das dieses Jahr so sehr als feministisches Jugendbuch-Manifesto gehyped wurde, hat mich so entgeistert zurückgelassen, dass ich das Buch nicht einmal fertig lesen wollte. Für mich war das Buch sogar einfach nur problematisch, denn es beinhaltet cissexistische Aussagen und ist auch ansonsten alles andere als inklusiv. Feminismus, der nicht inklusiv ist, ist aber einfach kein guter Feminismus und von einem so sehr für seinen Feminismus gehypten Jugendbuch habe ich viel mehr erwartet. Noch problematischer war jedoch Undone von Cat Clarke. Das Buch ist von 2012, doch Cat Clarke ist eine Lieblingsautorin von mir, von der ich dieses Jahr auch zwei sehr gute Bücher gelesen habe, und ich habe nicht damit gerechnet, dass das Buch so homophob, sexistisch und auch auf noch ganz andere Weisen problematisch sein würde. Es hat mich richtig wütend gemacht und war wohl mein größter Flop dieses Jahr.


MEINE LIEBLINGSBÜCHER 2018

Glücklicherweise ist meine Liste der Hits ein bisschen länger, denn ich habe dieses Jahr sehr viele tolle Bücher gelesen. Gleich im Januar hat mich Here Lies Daniel Tate von Cristin Terrill (2017) voll und ganz überzeugen können. Den YA-Thriller über einen jugendlichen Con-Artist, der sich für einen seit Jahren vermissten Jungen ausgibt und so tief in die dunklen Geheimnisse einer Familie gezogen wird, habe ich im Januar gelesen und er hat mich so überzeugt und auch berührt, dass ich bis heute manchmal darüber nachdenke. Ähnlich ist es mir mit American Girls von Alison Umminger (2016) gegangen. Das Buch war schwierig und nicht immer ohne Probleme, aber der ungeschönte Blick auf Hollywood und seinen Umgang mit jungen Frauen und Gewalt gegen sie, vermischt mit der Recherche der Protagonistin über die Manson-Morde der 1960er ergeben einen sehr intelligenten, unterschwellig bissigen YA-Roman, der mit diesen schwierigen Themen anders umgeht, als viele andere Romane, aber nicht schlechter.

Meine Top Drei 2018: “If We Were Villains” von M.L. Rio, “Here Lies Daniel Tate” von Cristin Terrill & “American Girls” von Alison Umminger

Mein absolutes Highlight dieses Jahr war jedoch M.L. Rios Debüt If We Were Villains (“Das verborgene Spiel” auf Deutsch, 2017), das ich im Juni gelesen habe. Ich kann noch immer nicht genau sagen, was an dem Buch mich so gefesselt und begeistert hat, doch es ist der Autorin gelungen, mich vollends in die Geschichte dieser Theaterstudenten zu ziehen. Geheimnisse, Shakespeare und vor allem die komplizierten Bindungen der Figuren untereinander machen “If We Were Villains” zu einer dichten, intensiven Geschichte, die mitreißt. M.L. Rio spiegelt Shakespeares Tragödien in der Handlung ihres Romans und obwohl man weiß, wie das Buch ausgehen wird, denn es wird vorweg genommen, gelingt es ihr, einen hoffen zu lassen, dass doch alles ganz anders sein wird. “If We Were Villains” ist das einzige Buch, das mich 2018 zum Weinen gebracht hat (nur ein bisschen, aber trotzdem) und eins der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe.

Ein weiteres Jahreshighlight kommt aus einer ganz anderen Ecke: Ebenfalls im Juni habe ich die etwas anderen Memoiren des britischen Comedians James Acaster gelesen. Acaster ist mir durch britische Quizshows wie “Would I Lie To You?” ein Begriff, wo seine Geschichten mich schon zum Lachen gebracht haben, und auch sein 2017 erschienenes Netflix-Special “Repertoire” hat mir sehr gut gefallen. Natürlich habe ich also James Acaster’s Classic Scrapes (2017) lesen wollen: James erzählt Geschichten aus seinem Leben, chronologisch von der Grundschule bis heute – allerdings ist er einer dieser Menschen, denen ständig irgendwas Blödes passiert. Ob er in einem roten Kleid und mit einer Papiertüte auf dem Kopf in einem Busch übernachten muss, Unheil mit einem Heckenschneider anrichtet oder sich um den letzten Weihnachtsbaum streitet, es ist extrem lustig das zu lesen und irgendwie herzerwärmend, was die “Classic Scrapes” zu einem Feel-Good-Buch macht, zu dem ich sicherlich noch oft zurückkommen werde.

2018 war voller toller Bücher und darüber freue ich mich sehr. Da wäre noch Kayla Ancrums Debut Wicker King (2018) zu nennen, eine düstere YA-Geschichte über eine obsessive Beziehung, die mitnimmt, oder Cat Clarkes (im Gegensatz zu “Undone”) großartiges We Are Young (2018), in dem die Autorin sensibel und eindringlich über psychische Probleme schreibt. Ein weiteres neues Lieblingsbuch ist Noteworthy (2017) von Riley Redgate geworden: “Noteworthy” ist eine klassische Verwechslungskomödie, wunderbar leicht und lustig, die sich aber mit ernsten Themen auseinandersetzt. Sexualität, Sexismus und was es bedeutet, arm zu sein sind die wohl wichtigsten Themen in “Noteworthy” und Autorin Riley Redgate gelingt es, einfühlsam und vor allem verständlich über wichtige gesellschaftliche Themen zu schreiben und trotzdem einen Roman vorzulegen, der zum Lachen und Wohlfühlen einlädt, was auch “Noteworthy” zu einem Buch macht, das ich gern nochmal lesen möchte.


STATISTISCHES – MEIN 2018 IM DIAGRAMM

Bei Jacquy habe ich gesehen, dass sie für ihren Jahresrückblick ein paar Kuchendiagramme gemacht hat und die Idee fand ich wirklich gut, weshalb ich das gleich übernommen habe. Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie mein Leseverhalten 2018 in einer Statistik dargestellt aussieht und war über einiges doch sehr überrascht. Zum Beispiel habe ich sehr viel mehr Young Adult gelesen, als ich gedacht hatte. Etwas über die Hälfte meiner Bücher 2018 waren für Jugendliche. Ich muss jedoch sagen, dass es genau diese Bücher waren, die mir dieses Jahr so gut gefallen haben, denn gesellschaftlich aktuelle Themen und vor allem auch Repräsentation von zum Beispiel nicht-weißen oder queeren Menschen findet man nach wie vor großteils in YA-Romanen.

Da kommen wir dann auch gleich zu meiner zweiten Überraschung: Ich hatte das Gefühl, dieses Jahr sehr viele Bücher mit LGBTQ-Figuren in Hauptrollen gelesen zu haben. Die Auswertung sieht allerdings anders aus: Ich habe nur knapp 34% Romane mit LGBTQ-Figuren gelesen. Natürlich sagt mein persönliches Leseverhalten nicht allzu viel darüber aus, wie viele Romane mit LGBTQ-Repräsentation es wirklich auf dem englischsprachigen und deutschsprachigen Markt gibt, aber ich habe schon viel gesucht und versucht, die Neuerscheinungen in meinen Genres mitzunehmen. Einige habe ich jedoch noch auf dem SuB, weshalb sie nicht in meine Statistik eingeflossen sind. Die Statistik hat mir allerdings die Idee gegeben, im neuen Jahr mal im Stil von Malinda Lo auszuwerten, wie viele Romane mit LGBTQ-Figuren 2018 auf dem deutschsprachigen Buchmarkt erschienen sind. Ich weiß noch nicht, wie ich das hinbekommen will und werde vielleicht Hilfe brauchen, aber das ist ein Projekt, das ich angehen möchte.

Dann habe ich mir natürlich auch noch angesehen, welche Genres ich dieses Jahr gelesen habe und siehe da, ich habe tatsächlich großteils Contemporary-Romane gelesen, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen. Darüber hinaus habe ich überraschend viele Krimis und Thriller gelesen. Dafür, dass ich noch vor ein paar Jahren gesagt habe, ich würde dieses Genre nicht mögen, ist das interessant zu sehen. Historische Romane sind dieses Jahr leider etwas auf der Strecke geblieben, auch, wenn es mehr waren, als 2017, genauso, wie meine Lieblingsgenres Horror, Gothic und Mystery. Auch Fantasy habe ich dieses Jahr sehr wenig gelesen, allerdings kann ich mich für das Genre wie bereits erwähnt nur noch selten begeistern, wenn es sich nicht gerade um historische Fantasy handelt, die ich dieses Jahr leider gar nicht gelesen habe. Ich fand es sehr spannend, mal auszuwerten, wie und was ich 2018 wirklich gelesen habe und bin gespannt, wie die Diagramme nächstes Jahr im Vergleich aussehen werden.


2019 – PLÄNE, VORSÄTZE & NEUERSCHEINUNGEN

2019 habe ich viel vor. Ich möchte wieder versuchen, 50 Bücher zu lesen und werde das erneut mit der Goodreads-Lesechallenge machen. Welche Bücher ich lese und welchen Fortschritt ich dabei mache, könnt ihr hier verfolgen und natürlich auf Goodreads selbst. Die Hälfte dieser Bücher sollen diesmal historische Romane sein, denn ich möchte mein altes Lieblingsgenre gern wieder ein bisschen mehr ausprobieren und neue historische Romane versuchen, die Neues probieren und nicht den ausgetretenen Wegen folgen. Dafür mache ich die Historical Reading Challenge von Passages to the Past mit. Wie es damit läuft, könnt ihr hier verfolgen. Ich bin sehr gespannt, wie die beiden Challenges laufen werden und freue mich auch sehr darauf, neue Bücher und Bücher, die schon lange auf meinem SuB liegen, dafür zu lesen.

Darüber hinaus gibt es natürlich 2019 auch einige Neuerscheinungen, auf die ich mich schon sehr freue. Wie es aussieht, wird 2019 zumindest in der YA das Jahr der historischen Fantasy werden und ich hoffe, dass das gute historische Fantasy sein wird. Ich freue mich ganz besonders auf The Gilded Wolves von Roshani Chokshi, das bereits im Januar erscheinen wird und in ein magisches Paris in der Belle Époque, meiner Lieblingsepoche, entführen wird. Ebenfalls magisch ist Paris in Enchantée von Gita Trelease, das im Februar herauskommt und am Vorabend der Französischen Revolution spielt. Dann wäre da noch The Beholder von Anna Bright, eine Neuerzählung von Homers “Odyssee”, die im Juni erscheint. Keine Fantasy ist The Virgin Charge von Virginia Schwartz, ein historischer Roman über das viktorianische Frauenbild und Charles Dickens mit LGBTQ-Heldinnen. Ein genauer Erscheinungstermin für dieses Buch ist leider noch nicht bekannt.

Natürlich freue ich mich auch sehr auf The Wicked King von Holly Black, der Fortsetzung von The Cruel Prince (dt. “Elfenkrone”), das ich dieses Jahr überraschend sehr gemocht habe. Aber nicht nur in dieser Reihe geht es um böse, düstere Feen: Sarah Porters neuer Roman Never-Contented Things, der im März erscheinen wird, spielt ebenfalls am Feenhof und erzählt von bösen, grausamen Feen. Desweiteren habe ich Kayla Ancrums neuen Roman The Weight of Stars vorbestellt, sowie Karen M. McManus’ Two Can Keep A Secret. Obwohl mir ihr Debut One Of Us Is Lying nicht so gut gefallen hat, fand ich die Handlung ihres neuen Romans so spannend, dass ich ihn trotzdem unbedingt lesen möchte. Im November Januar (!) kommt dann noch King of Scars, Leigh Bardugos neuer Roman, der in der Grischa-Welt spielt und ich kann ihn kaum abwarten. Sicherlich werden 2019 noch viele weitere tolle Romane erscheinen, auf die ich mich jetzt schon freue. Besonders gespannt bin ich darauf, was der deutschsprachige Buchmarkt herausbringen wird, da ich den jetzt noch gar nicht auf dem Schirm habe.


Das wäre mein Jahr 2018 gewesen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Jahr zu lesen und zu bloggen und ich hoffe, es hat auch euch gefallen. Ich freue mich sehr auf 2019 und seine neuen Bücher, aber jetzt würde ich gern wissen: Welches waren eure Hits 2018? Welche Bücher waren Flops für euch? Und auf welche neuen Romane freut ihr euch 2019?

7 Kommentare zu „Rückblick 2018: 12 Monate, 47 Bücher & viele Gedanken“

  1. Hallöchen,
    ich bin einer dieser Leser, die dieses Jahr erst zu dir gefunden haben. Seit dem lese ich aber fast alles mit, weil ich deine Art zu schreiben sehr gern mag. Außerdem überschneidet sich unser Buchgeschmack in einigen Dingen sehr gut.

    “Children of Blood and Bone” hatte ich angefangen, als es erschienen ist, aber die ersten paar Seiten haben mich nicht so gepackt. Dann kam der Hype und da ist es für mich meist eh schon vorbei. Deine Meinung zu dem Buch zeigt mir jetzt, dass ich das Lesen nicht unbedingt nachholen muss. Das ist gut, gibt mehr als genug andere Bücher, die auf mich warten.
    “Was ist schon normal?” hat mir jedoch gut gefallen. Vielleicht, weil ich nicht so in der Feminismus-Schiene drin bin. Ich kenne mich damit nicht so wirklich aus und blocke momentan alles, was damit zu tun hat, ab, weil es mir zu viel wird. Der falsche Weg, vor allem als Frau, das ist klar. Das ändert sich vielleicht wieder, wenn das Thema nicht mehr ganz so explosiv ist. Jedenfalls fand ich das Buch gut. Klar, problematisch war es, aber ich konnte die Handlungen der Protagonistin ganz gut nachvollziehen, weil sie einfach ziemlich hinüber war und in der Pubertät und alles. Ich fand das schlüssig, aber geht ja nicht jedem so. Nur die Feminismus-Sequenzen fand ich fehl am Platz. Die wirkten so in die Geschichte reingeschmissen, ohne dass sie sich besonders gut eingefügt hätten. Das fand ich schade, weil das die Gelegenheit gewesen wäre, jemandem wie mir den Feminismus näher zu bringen. (so viel wollte ich zu dem Buch gar nicht schreiben, sorry!)
    Einen ganz tollen Rückblick hast du da geschrieben! Ich habe das Lesen wirklich genossen 🙂
    Liebste Grüße, Kate

    1. Hi Kate! <3 Danke. Zu "Was ist schon normal?" habe ich mal bei deinem Kommentar unter der Rezi selbst geantwortet. "Children of Blood and Bone" hatte ich für einen Buddy Read gelesen, sonst hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochen. Die Idee hat mir so gut gefallen und die Thematik ist wichtig, aber die Umsetzung war gar nicht meins. Lg, Kat

  2. Hallo 🙂
    ein toller Rückblick und meine Wunschliste ist auch gewachsen. Die Neuerscheinungen für 2019 klingen interessant und davon hatte ich fast keine auf dem Schirm, nur “King of Scars” wobei ich da ja auch auf eine deutsche Ausgabe fürs Regal hoffe 🙂 Die Diagramme sind sehr spannend. Ich nehme mir auch immer wieder vor alles aufzuschreiben das ich dann mal eine Aufstellung habe, aber irgendwie bin ich nicht kosequent genung dafür und alles nachzutragen habe ich keine Motivation aktuell.

    Auf ein erfolgreiches 2019!

    LG

    1. Hi und danke! <3 Bei mir war das nachtragen nicht das größte Problem, weil meine 47 Bücher noch schön übersichtlich waren. Ich finde Goodreads dafür auch sehr hilfreich. Dir auch ein erfolgreiches und schönes 2019!

      LG, Kat.

  3. Sehr schöner Rückblick! Mich freut es, dass du so durchgehend gebloggt hast, deine Beiträge lese ich immer sehr gerne.
    Auch schön, dass ich dich mit den Tortendiagrammen inspirieren konnte, ich mag es immer sehr, grafische Darstellungen für sowas zu haben und schaue sie auch bei anderen gerne an. Deine Genre Mischung ist wirklich interessant und vor allem auch die Anteile der LGBTQ-Charaktere. Ich habe auch versucht, das dieses Jahr zu tracken, habe meine Notizen aber leider nicht konsequent genug gemacht. Es waren aber leider bestimmt noch deutlich weniger als bei dir, weshalb ich da in Zukunft noch ein bisschen mehr drauf achten werde.
    Liebe Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!

    1. Danke! Ich werde mal schauen, dass ich dieses Jahr noch bewusster inklusive Romane lese und bin gerade dabei, mir die Bücher, die ich schon habe, in einen extra Ordner auf dem Kindle zu schieben. Ich habe jetzt allerdings auch nur Bücher gezählt, die wichtige queere Figuren haben, die wirklich in der Story mitmischen, an die konnte ich mich oft noch gut erinnern. Deshalb habe ich “The Unbecoming of Mara Dyer” gezählt, das schon 2011 rausgekommen ist, aber nicht “The Female of the Species”, obwohl es neuer ist, weil die lesbische Figur da nur zweimal erwähnt wird und keine richtige Rolle hat. Hätte ich solche Figuren gezählt, wäre da mehr Grün im Diagramm, aber ich sehe sowas eigentlich nicht als Repräsentation.

      Dir auch ein schönes neues Jahr! Alles Liebe,
      Kat

      1. Ja, ich würde auch nur Charaktere zählen, die eine richtige Rolle haben. Ich habe jetzt auch ein Buch gelesen, in dem nur ein mal am Rande erwähnt wurde, dass eine Figur schwul ist, die aber keine größere Rolle gespielt hat. Das ist dann ja etwas völlig anderes als wenn es um die Hauptfigur geht.

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