• Teegedanken

    Body Positive Fiction?: Repräsentation, Erasure und Body Image in der Literatur

    Als ich das Cover für Becky Albertallis „Leah on the Off-Beat”, das dieses Jahr als „Ein Happy End ist erst der Anfang“ auch bei uns erscheinen wird, gesehen habe, kam das für mich einer kleinen Revolution gleich. Leah Burke darf auf dem Cover dick sein. Sie darf dick sein und muss sich nicht hinter abstrakter Cover Art verstecken, wie es Albertallis letzte dicke Heldin, Molly aus „The Upside of Unrequited“ noch musste. Sie darf sichtbar sein. Dass Leah auch zwischen den Buchdeckeln des Romans einfach dick sein darf, mit allem was dazugehört, und trotzdem eine Heldin, auch das hat mich so glücklich gemacht, dass ich am liebsten geweint hätte. Denn…

  • Teegedanken

    Lasst mich mit euren “starken” Frauen in Ruhe

    Die “starke” Frauenfigur ist mittlerweile ein richtiges Buzzword geworden. Sie taucht überall und ständig auf, wenn Menschen ihre Lieblingsbücher weiterempfehlen. “XY ist eine starke Frau, das macht das Buch so besonders!” Entwickelt hat sie sich wohl, weil uns allen die typische Frauenfigur in der Romantasy der frühen 2000er auf den Geist gegangen ist. Ihr wisst schon, die Frau, die von ihrem Love Interest schlecht behandelt wird, nichts allein auf die Reihe bekommt und immer nur gerettet werden muss. Wir wollten “starke” Frauen damals. Frauenfiguren, die sich selbst retten können, die eigenständig sind und sich nichts gefallen lassen. Aber: Careful what you wish for. Denn am Ende ist die “starke Frau”,…

  • Rezensionen

    “Sadie” von Courtney Summers

    Ihre kleine Schwester Mattie ist das einzige, was für Sadie wirklich zählt. Ihr möchte sie die Geborgenheit geben, die ihr selbst immer gefehlt hat. Als Mattie tot aufgefunden wird, bricht Sadie der Boden unter den Füßen weg. Nach ergebnislosen Polizeiermittlungen macht sie sich selbst auf die Suche nach Matties Mörder. Koste es, was es wolle. Journalist West McCray widmet Sadies Verschwinden einen True-Crime-Podcast, der zu einer fieberhaften Spurensuche wird. Kannte Sadie den Mörder? McCray muss herausfinden, was passiert ist, und hofft, dass er nicht zu spät kommt.

  • Rezensionen

    “I Was Born for This” von Alice Oseman | Englisch

    For Angel Rahimi life is about one thing: The Ark – a pop-rock trio of teenage boys who are taking the world by storm. Being part of The Ark’s fandom has given her everything she loves – her friend Juliet, her dreams, her place in the world. Jimmy Kaga-Ricci owes everything to The Ark. He’s their frontman – and playing in a band with his mates is all he ever dreamed of doing. But dreams don’t always turn out the way you think and when Jimmy and Angel are unexpectedly thrust together, they find out how strange and surprising facing up to reality can be.

  • Zeitrauschen

    Zeitrauschen #1: Januar 2019

    Mein 2019 fing, um es mal positiv auszudrücken, rasant an. Wie einige von euch vielleicht wissen, stecke ich im Moment mitten in der allerletzten Phase meines Studiums und schreibe an meiner Masterarbeit, weshalb ich in meinem ersten Monatsrückblick kaum etwas anderes erzählen kann. Tatsächlich habe ich den Januar größtenteils mit meiner Masterarbeit und mit der Vorbereitung auf meine letzten Klausuren und Hausarbeiten verbracht. Deshalb kommt es mir gleichzeitig vor, als sei der Monat extrem schnell vergangen und doch sehr voll gewesen. So wird es wohl auch noch bis Ende März weitergehen und was dann kommt? Ich bin selbst sehr unsicher, aber auch gespannt. GELESEN Ich habe im Januar drei Bücher…

  • Rezensionen

    “This Is Our Story” von Ashley Elston | Englisch

    No one knows what happened that morning at River Point. Five boys went hunting. Four came back. The boys won’t say who fired the shot that killed their friend; the evidence shows it could have been any one of them. Kate Marino’s senior year internship at the district attorney’s office isn’t exactly glamorous—more like an excuse to leave school early that looks good on college applications. Then the DA hands her boss, Mr. Stone, the biggest case her small town of Belle Terre has ever seen. The River Point Boys are all anyone can talk about. Despite their damning toxicology reports the morning of the accident, the DA wants the…

  • Treibgut

    Queere Figuren in der deutschsprachigen Young Adult 2018

    Bei immer mehr Autor.innen steht Inklusion besonders im Bereich von Jugendbuch und Young Adult mittlerweile groß geschrieben auf der Liste der wichtigen Themen. Seit ein paar Jahren wird der in den USA durch Bewegungen wie We Need Diverse Books (2014) und #ownvoices von Autorin Corinne Duyvis (2015) angestoßene Diskurs um mehr Inklusion von Minderheiten in Jugendbüchern auch hier in Deutschland geführt. Ich habe über dieses Thema jetzt schon einige Male geschrieben und bin Ende letzten Jahres auf die Idee gekommen, mir mal anzuschauen, wie der Diskurs denn in der Umsetzung aussieht, wobei mich besonders Romane mit LGBTQ-Figuren interessieren. Seit ca. 2014 erscheinen in den USA nämlich jedes Jahr tatsächlich mehr…

  • Rezensionen

    “Two Can Keep a Secret” von Karen M. McManus | Englisch

    Echo Ridge is small-town America. Ellery’s never been there, but she’s heard all about it. Her aunt went missing there at age seventeen. And only five years ago, a homecoming queen put the town on the map when she was killed. Now Ellery has to move there to live with a grandmother she barely knows. The town is picture-perfect, but it’s hiding secrets. And before school even begins for Ellery, someone’s declared open season on homecoming, promising to make it as dangerous as it was five years ago. Then, almost as if to prove it, another girl goes missing. Ellery knows all about secrets. Her mother has them; her grandmother…

  • Teegedanken

    Own Voices: Eine Bewegung, ein Diskurs & viele Narrativen

    Im Moment läuft auf meiner Twitter-Timeline einmal mehr die Debatte darum, was man als Autor.in denn jetzt überhaupt noch schreiben “darf”. Auslöser ist die sogenannte Own-Voices-Bewegung, die die niederländische Autorin Corinne Duyvis 2015 mit einem Hashtag ins Leben rief: Mehr Romane von marginalisierten Autor.innen werden gefordert, besonders solche, die eigene Erlebnisse mit Diskriminierung schildern. In der englischsprachigen Buchwelt funktioniert das auch immer besser. Viele der neuen Debutautor.innen, zumindest im Jugendbuchbereich, sind PoC oder LGBTQ, haben Beeinträchtigungen oder sind anderweitig marginalisiert und schreiben auch darüber. Diese Entwicklung ist auf dem deutschsprachigen Markt leider bisher kaum angekommen. Und leider erhitzt der Diskurs rund um Own-Voices-Romane und warum sie wichtig sind, so einige…

  • Teegedanken

    Acing Literature: Young Adult, Asexualität & wie wir mit ihr umgehen

    Über dieses Thema wollte ich schon lang schreiben, habe es aber immer ein bisschen vor mir hergeschoben, weil es für mich sehr viel persönlicher ist, als viele andere Posts, die ich schon zu ähnlichen Themen geschrieben habe. Das liegt nicht am Thema Asexualität selbst, sondern eher am Diskurs, der um es herum in den letzten Jahren entstanden ist. Ich möchte keinesfalls eine solche Debatte anstoßen und ich sage jetzt schon, dass ich Kommentare, die versuchen mir zu erklären, warum Asexualität gar keine queere Identität sein soll oder darf, nicht veröffentlichen werde. Not here for that, Leute. Ich bin heute hier, um ein bisschen über die Repräsentation von Asexualität in Young-Adult-Romanen…

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