• Autorenleben

    Diversity 101: Wieso wir alle divers schreiben sollten

    Für viele deutschsprachige Autor.innen und Leser.innen ist das Wort „Diversity“ noch ein rotes Tuch. Während sich auf dem englischsprachigen Buchmarkt große Veränderungen abzeichnen, kommt hier bei uns davon leider nicht viel an und nur wenige deutschsprachige Autor.innen schreiben divers und setzen sich für mehr Inklusion in Romanen ein. Während auf dem amerikanischen Buchmarkt die Zahl der Veröffentlichungen besonders im YA-Bereich steigt und steigt, finden die meisten dieser Bestseller gar nicht zu uns oder nur in kleinere Verlage und so geht das nicht weiter. Ich war es lange Zeit leid, überhaupt über Diversity und warum wir sie brauchen zu sprechen – ich habe um 2013 rum sehr viel Energie in dieses…

  • Autorenleben

    NaNoWriMo2018: Wieso ich es mir zu leicht mache

    Eigentlich war gar kein Halbzeit-Update geplant, doch ich habe gerade versucht meine Gedanken in einem Twitter-Thread unterzubringen, der einfach viel zu lang geworden ist und dann dachte ich mir: Wieso nicht? Vor zwei Wochen bin ich relativ optimistisch in den NaNo 2018 gestartet. Ich hatte meine Zweifel, aber ich dachte auch: “Das klappt schon irgendwie.” Spoiler: Es klappt nicht. Und damit meine ich nicht meine Wortzahlen. Ich liege gut in der Zeit und bin darüber auch sehr froh. Wenn ich mir diesen November eines bewiesen habe, dann ist es, dass ich auf Kommando schreiben kann und das ist gut zu wissen, denn lange Zeit sah das bei mir ganz anders…

  • Autorenleben

    NaNoWriMo 2018: Zweifel, Ennui & warum ich trotzdem schreibe

    Letztes Jahr habe ich den NaNo nicht geschafft und einen Post darüber geschrieben, weshalb ich trotzdem das Gefühl hatte, ein Stück weitergekommen zu sein. Obwohl die 50k am Ende nicht zusammengekommen sind, ich habe geschrieben, ich habe mich an Projekte getraut, die mir lange zu groß für mich erschienen, und gesehen, dass ich sie meistern kann, wenn ich genug Arbeit investiere. 2017 war sowieso ein gutes Schreibjahr für mich: Ich habe zwei Romane beendet, auf die ich noch immer stolz bin, und einfach viel dazu gelernt. Im Vergleich kommt mir 2018 jetzt zwei Monate vor Schluss bereits wie ein Flop vor. Keine einzige fertige Rohfassung, dafür aber gleich 4 Projekte,…

  • Autorenleben

    Writing the Victorians: Klischees, Halbwissen & viktorianische Wahrheiten

    Einige von euch wissen vielleicht noch, dass mein Hauptaugenmerk als Bloggerin bis letztes Jahr auf meinem Blog Gaiety Girl lag. Für die intensive Recherche für die Artikel dort, sowie die Einrichtung der Website, die noch immer nicht abgeschlossen ist, fehlt mir im Moment leider vorn und hinten die Zeit, doch das fin de siècle, und eigentlich das gesamte viktorianische Zeitalter, sind mir nach wie vor sehr wichtig und auch die Epoche, in der ich als Historikerin und Autorin großteils unterwegs bin. Umso mehr tut es mir dann natürlich weh, wenn ich ausgerechnet diese Epoche in historischen Romanen immer wieder gelinde gesagt verhunzt dargestellt sehe. Meine “Histo Rant“-Kategorie hier auf dem…

  • Autorenleben

    Weshalb Diversity im historischen Roman nicht unmöglich ist

    Ich habe zu diesem Thema nun schon zweimal geschrieben: Einmal dazu, warum es historische Korrektheit eigentlich gar nicht gibt, und einmal zum Problem der Histo-Fiktion mit queeren Figuren, das sich hartnäckig hält. Um die beiden Artikel sozusagen abzurunden, möchte ich heute noch einmal eine Aussage und ein Thema aufgreifen, die damit eng zusammenhängen. Denn selbst AutorInnen (und natürlich auch ganz generell LeserInnen), die einerseits nicht anzweifeln, dass es nicht-weiße oder queere Menschen in der Vergangenheit gegeben hat, bauen sie nur allzu selten in ihre Histos ein und oft passiert das mit einer von zwei Begründungen: “Es ist ja doch trotzdem unwahrscheinlich, dass es ausgerechnet in meinem Setting PoC oder queere…

  • Autorenleben

    Wieso ich ein glücklicher Nanowrimo-Loser bin

    Diesen November ging eigentlich alles schief, was schiefgehen konnte. Es war einmal mehr Nano – National Novel Writing Month, in dem AutorInnen aus aller Welt versuchen, 50.000 Wörter in einem Monat an einem Roman zu schreiben. Letztes Jahr habe ich gewonnen und so die erste Hälfte für einen Jugendbuchthriller geschrieben, auf den ich immer noch sehr stolz bin. Dieses Jahr habe ich nicht gewonnen. Ich habe mir zwei Projekte vorgenommen und insgesamt rund 40.000 Wörter geschrieben. Das ist nicht so viel, wie letztes Jahr. Ich bin auch an keinem der beiden Projekte so weit gekommen, wie letztes Jahr. Und trotzdem bin ich dieses Jahr irgendwie zufriedener. Ich habe lange gerätselt,…

  • Autorenleben

    Sind Anachronismen wirklich so schlimm?

    Über Anachronismen stolpert man immer mal wieder. Im Roman, im Film, im Fernsehen, sogar dann, wenn ein Werk eigentlich sehr gut recherchiert wirkt. Anachronismen sollten vermieden werden, so lautet das Urteil vieler Profis. Je historisch authentischer ein Werk ist, umso weniger haben die pedantischen Fans zu meckern, umso besser wirkt es am Ende auf seine Konsumenten, umso qualitätsvoller ist es. In der Regel teile ich diese Auffassung auch. Doch wie immer gibt es Ausnahmen und Sonderfälle wie Sand am Meer. Meine eigenen Gedanken zum Thema Anachronismus würde ich gern mit euch teilen. Ich habe mich mit dem Thema in letzter Zeit viel auseinandergesetzt, habe ein paar Dinge überdacht, nicht nur,…